Eingefrorene Rohre können platzen und teure Wasserschäden verursachen. In Duisburg sind Temperaturen um und unter den Gefrierpunkt zwar selten extrem, aber ungeschützte Außenleitungen und Rohre in unbeheizten Kellern frieren schneller ein als viele denken. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das zuverlässig verhindern.
Welche Rohre sind besonders gefährdet?
- Außenwasserhähne und Gartenleitungen
- Leitungen in unbeheizten Garagen, Kellern und Kriechräumen
- Rohre in Außenwänden mit wenig Dämmung
- Hofabläufe und Gartenablaufrohre
- Zuleitungen zu Gartenhäusern oder Nebengebäuden
Rohre vor Frost schützen - So gehen Sie vor
- Außenwasserhähne absperren und entleeren: Das Absperrventil im Haus schließen, dann den Außenhahn öffnen, damit das restliche Wasser abläuft. Gardenschlauch abkoppeln und ebenfalls entleeren.
- Leitungen isolieren: Rohre in unbeheizten Bereichen mit Rohrschaumstoff-Isolierung ummanteln. Die Isolierung gibt es im Baumarkt günstig als Meterware.
- Heizband einsetzen: An besonders gefährdeten Stellen lässt sich elektrisches Heizband um das Rohr wickeln. Es hält die Temperatur über dem Gefrierpunkt und schaltet sich bei Bedarf selbst ein.
- Türen und Öffnungen schließen: Kellerfenster und Lüftungsöffnungen in der Nähe von Leitungen bei Frost schließen oder abdichten.
- Abflüsse im Außenbereich entleeren: Hofeinläufe und Gartenabläufe von stehendem Wasser befreien und bei Bedarf abdecken.
Was tun, wenn das Rohr bereits eingefroren ist?
Suchen Sie zunächst die eingefrorene Stelle (oft fühlt sich das Rohr von außen sehr kalt an). Tauen Sie es vorsichtig mit einem Warmluftfön auf niedrigster Stufe auf - niemals mit offenem Feuer. Drehen Sie dabei den Hauptwasserhahn zu, um einen plötzlichen Wasseraustritt bei gerissenem Rohr zu kontrollieren. Bei Rohren im Mauerwerk oder unter dem Boden ist ein Fachbetrieb nötig.
Häufige Fragen
Ab welcher Temperatur frieren Rohre ein?
Wasserrohre können bereits bei -5 bis -10 Grad Celsius einfrieren, wenn sie ungedämmt und exponiert sind. Rohre in beheizten Räumen sind bei diesen Temperaturen in der Regel sicher.
Muss ich in Duisburg im Winter mit Rohrbrüchen rechnen?
Bei normalen Wintern ist das Risiko gering, wenn Außenhähne abgesperrt sind. Bei längeren Kältephasen, wie sie auch im Ruhrgebiet vorkommen können, sollten alle exponierten Rohre geschützt sein.
Wer zahlt bei einem Frostschaden am Rohr?
Die Gebäudeversicherung übernimmt in der Regel Schäden durch Frost an fest installierten Rohren, wenn die Mindesttemperatur im Gebäude eingehalten wurde (meist 15-18 Grad Celsius im Winter laut Vertragsbedingungen). Außenleitungen und Gartenwasserleitungen sind oft ausgenommen.